Rostock, 20.8.2022

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  1. Von 1914 bis 1945 waren die Deutschen außergewöhnlichen Belastungen ausgesetzt. Danach wurden sie nicht befreit, sondern die Lasten vergrößert. Mit der Begründung einer deutschen Schuld an Krieg und Verbrechen töteten die Besatzer einen Teil der Deutschen und erzogen die anderen zu Dienern. Die Tyrannen beschimpften und beschuldigten die Deutschen weiter, so daß jene noch mehr gehorchten und arbeiteten – sie wurden andersartig.

    Ab 1933 sind viele Deutsche in die NSDAP eingetreten, weil sie an den Beginn einer besseren Zeit glaubten und einen Beitrag leisten wollten. Im Erwerbsleben als Bauer, Lehrer, Handwerker tätig, hatten einige noch kleine, ehrenamtliche Funktionen, so als Ortsbauernführer, in der Nationalsozialistischen Wohlfahrt oder im NS-Frauenbund – junge Männer gingen zur Waffen-SS.
    Ab 1944 bekamen viele Zweifel am Endsieg, doch verbreiteten sie weiter die Versprechen der NS-Führung. Erst in den letzten Apriltagen des Jahres 1945, als die Russen Berlin umstellt hatten, erklärte Hitler im internen Kreis, daß sich die Lage geändert hätte. Dann verschwanden er und andere NS-Größen – angeblich durch Selbstmord oder durch Tod auf der Flucht.
    Die verbliebene Führung um Himmler und Göring versuchte zu Verbündeten der Westalliierten zu werden – die Deutschen sollten an ihrer Seite gegen die Sowjets kämpfen. Deshalb müßten die Deutschen jeden Ort gegen die Russen bis zum Ende verteidigen.

    Viele Deutsche, die aus ehrlicher Überzeugung in die NSDAP eingetreten waren, sagten in diesen letzten Kriegstagen offen, daß Hitler und die NS-Führung sie verraten hätten. Hohe NS-Funktionäre hatten den Deutschen Einsatz bis zum Tod befohlen, waren dann selbst geflohen und zur Kollaboration mit den Alliierten (als Kommissare oder Gouverneure im besetzten Deutschland) bereit – dafür boten sie die noch lebenden Deutschen als Kampftruppe an.
    Viele der Anständigen nahmen sich das Leben. Sie fühlten sich schuldig, jahrelang einer Sache mit großem Einsatz gedient und Leute in ihrem Umfeld dafür geworben zu haben, die von Verrätern, Feiglingen und Scharlatanen geführt wurde. Auch wußten sie durch die von den Alliierten im Krieg getöteten deutschen Zivilisten, was die Besatzung bringen würde.
    Beim Zusammenbruch der DDR 1989 war es ähnlich – die SED-Führung verriet die Mitteldeutschen an den jahrzehntelang als Feind des Sozialismus propagierten Westen.

    Daß heutige Deutsche weder die Ereignisse 1945 noch die 1989 als Verrat an ihnen verstehen, zeigt die Andersartigkeit der Deutschen heute und damals. Jahrzehntelang fremdbestimmt, ohne Würde, ohne Ehre Besatzern dienend, gewöhnen sich viele schnell an neue Betrugsformen (Klima, Gesundheit, Energie). Auch werden die Deutschen mit Fremden zugeschüttet – je fremdrassiger, desto wertvoller, wird ihnen erklärt, und viele biedern sich an.
    108 Jahre Krieg haben Folgen hinterlassen. Die Plakate der Rostocker Kundgebung zeigen aber, daß jetzt mehr Deutsche den Betrug heutiger Scharlatane begreifen.

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